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Rezension:Faszination Moorleichen. 220 Jahre Moorarchäologie (Gebundene Ausgabe)


Anlässlich des Jubiläumsjahres - 175 Jahre Landesmuseum Natur und Mensch- in 26135 Oldenburg haben die Autoren Frank Both und Mamoun Fansa dieses reich bebilderte Buch auf den Weg gebracht.

Thematisiert werden die fünf vollständig erhaltenen Moorleichen aus dem Weser-Ems-Raum, die sich in besagtem Landesmuseum befinden. Aufgrund der konservierenden Eigenschaften des Moores konnten Körper von Menschen nicht selten Jahrtausende hindurch erhalten bleiben. Man kann insofern die Größe, den Körperbau, Spuren der Körperpflege, Wunden, verheilte Knochenbrüche, körperliche Behinderungen, Erkrankungen, die Zusammensetzung der letzten Nahrung, Farbe und Schnitt der Haare und auch den Ernährungszustand erschließen. Moorleichen liefern Informationen über das Erscheinungsbild des Menschen in einer Zeit, in der ansonsten die Brandbestattung die vorherrschende Bestattungssitte war.

Moorleichen sind stets Zufallsfunde. Man wird über die Forschungsgeschichte der Moorleichen in der Oldenburger Region informiert und erfährt, dass der früheste Fund aus dem Jahre 1784 aus dem Bareler Moor stammt.
Nicht selten handelt es sich bei Moorleichen um Tote, die im Moor verunglückt sind oder Opfer eines Gewaltverbrechens wurden.

Der Forschungsstand zu den einzelnen Leichen wird im Buch ausführlich widergegeben. Ein wenig gruselig ist die Lektüre schon.

Nicht nur deshalb lesenswert, spannender als mancher Krimi.


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